Dass da meine Eltern in der Kirche am Kahlenberg geheiratet haben, von dem sehen wir mal ab, weil’s ja auch schon etwas länger her ist (diplomatisch ausgedrückt). In der Zwischenzeit ist auch viel passiert. Der Kahlenberg war ja irgendwie ein Sorgenkind, weil es war alles ziemlich heruntergekommen – also für einige Zeit und das lokaltechnisch. Irgendwie hat dort oben auch nicht wirklich etwas funktioniert. In den Tiefen meines Gedächtnisses kann ich mich nicht erinnern, dass ich mich da oben wohlgefühlt hätte – damals vor zwanzig Jahren oder so. Es hat dann auch recht lang gedauert, bis da alles wieder auf Vordermann gebracht wurde.
Und so ist es, dass nach dem Motto „Gut Ding braucht Weile“ aus dem Restaurant am Kahlenberg eine echt geniale Gaststätte geworden ist. Auch wenn es sich hier um ein Lokal des oberen Preissegments handelt und ich nicht allzu oft herkomme. Aber es bietet wirklich einen atemberaubenden Blick über Wien. Abends hat das wirklich was. Und wer nicht gerade wie ich in Wien lebt, sondern ein Hotel sucht, kann hier auch fündig werden. Bekocht werden die Gäste von den Studenten der Modul University, die der Inbegriff für hochwertige Gastronomieausbildung ist.




