Das Heeresgeschichtliche Museum (HGM) ist in einem Gebäude des Wiener Arsenals untergebracht. Das Arsenal ist ein riesiger ca. 150 Jahre alter Militärkomplex und liegt etwas abgeschieden im 3. Bezirk. Zu seiner Eröffnung im 19. Jahrhundert war das HGM als „Waffenmuseum“ konzipiert und auch heute untersteht es noch dem Verteidigungsministerium.
Die Ausstellung spannt den Bogen vom 30jähigen Krieg bis zu Republik und Diktatur im 20. Jahrhundert. Wie in einem Militärmuseum zu erwarten ist, liegt der Schwerpunkt neben Rüstungen, Waffen etc. natürlich bei der Herrschaftsgeschichte der Habsburgermonarchie.
Zu den Highlights rund um den Ersten Weltkrieg zählen das Automobil und die Uniform des 1914 erschossenen Thronfolgers Franz Ferdinand. Interessanter wird es im Saal zu den Themen Erste Republik, Bürgerkrieg, Nationalsozialismus. Allerdings dominiert natürlich auch hier die militärhistorische Sichtweise. Man sollte sich jedenfalls nur lange bei Lanzen, Herrschergemälden und Rüstungen aufhalten, dass am Ende dann dafür noch Aufnahmefähigkeit übrig bleibt. Ein Besuch lohnt sich aber sicherlich für alle Geschichtsinteressierten und nicht nur für Waffennarren und Konsort_innen.




